Westlich von Cottbus in Kolkwitz hinter der Heilstätte befand sich in einem gut gesichertem Areal der Gefechtsstand der 1. LVD. Gleich hinter der Heilstätte begann der militärische Sicherheitsbereich, versehen mit neben stehenden Schildern, somit für Unbefugte kein Zugang. Ein militärisches Gelände im Walde verborgen, mit dem heutigen Zustand nicht mehr zu vergleichen. In den Jahren von 1967 bis 1990 war hier absolutes Niemandsland, denn unmittelbar hinter der Heilstätte begann das Sperrgebiet, kaum zugänglich für die Öffentlichkeit. Ein Objekt mit besonderer Absicherung, einer sogenannten Hochspannungs - Sicherungs - Anlage ( HSA ). Der spannungsführende Teil des Zaunes wurde mittels hohen Maschendrahtzäunen nach innen und außen abgesichert, der dazwischenliegende Bereich wurde regelmäßig von Bewuchs befreit. Also mal schnell über den Zaun war schlecht möglich.
Hier war der Gefechtsstand der 1. LVD, die für den südlichen Luftraum der DDR zuständig war. Mit der täglichen Vergatterung um 8:00 Uhr zum Dienstantritt im DHS wechselten auch die diensthabenden Kommandeure. Der wohl bekannteste, der damalige Oberst Eberhard Köllner, das Double von Siegmund Jähn, blieb mir und vielen Kameraden dienstlich und vor allem menschlich in guter beispielhafter Erinnerung. Ich will nur hoffen, er hat nichts gegen diese lobende Erwähnung.
Der GS - 31 war als Sonderdienststelle ( Geheim ) eingestuft, somit war privater Besuch in der Dienststelle absolut verboten. Nicht erlaubt waren Fotoapparate und Kamera jeder Art und die Benutzung. Selbst zu regulär stattfindenden Ereignissen wie Entlassungen oder Tag der NVA hätte man es Wochen zuvor beantragen müssen. Selbst ein Foto vorm Objekttor wurde nur gestattet wenn der Fotograf mit dem Rücken zur Dienststelle stand. Da hätte man ein prima Gruppenfoto mit Waldhintergrund, also kein Hinweis im Bild zum Objekt. Ähnliches galt für die Benutzung von Taxi`s. An der Bushaltestelle der Heilstätte war aussteigen angesagt. Das waren noch ca. 500 m bis zum Objekt.

Zusätzlich zur Stammbesatzung waren zwei Kompanien des Nachrichtenbatallion 31, die FuBK mit ca. 50 bis maximal 60 Mann und die VNZ mit ungefähr gleicher Stärke stationiert.

Mit der Stammbesatzung des GS versahen auch täglich Vertreter vom ACC Cottbus der Interflug Ihren Dienst im Bunker.

Ein Bunker mit drei Etagen unter der Erde, der Gefechtsstand der 1. LVD. Oben auf das Stabsgebäude. Hinzu kommen Gebäude um die Versorgung des Objektes zu garantieren. Unterkünfte, Küche, Speisesaal , Waffenkammern, Heizhaus u.v.m..

Im ersten Drittel vom vorderen Zaun, der zur Heilstätte zeigte, befand sich der damals einzige Zugangsbereich mit großem Tor und Wachlokal und HSA - Anlage. Die Straße führte bis zum Küchenkomplex. An der linken Straßenseite folgten Heizhaus, Kohlelager und Garagen.

Rechts von der Straße war eine Rasenfläche und dahinter standen hintereinander drei Unterkunftsbaracken, davon hatte die mittlere einen Kinobereich. Den Abschluß am hinteren Zaunbereich bildeten Sportplatz und Baracken für Fernsehräume und BA Kammern.